Das Plant Based Treaty Abkommen

Als Ergänzung zum UNFCCC/Pariser-Klimaschutzabkommen ist das "Plant Based Treaty" -Abkommen wegweisend, denn es stellt als erstes internationales Abkommen die Ernährungswende in den Mittelpunkt der Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise. Nach dem Vorbild des populären Fossil Fuel Treaty will das Plant Based Treaty Abkommen die durch die Nutztierhaltung verursachte weitreichende Zerstörung kritischer Ökosysteme stoppen und die Umstellung auf ein gesünderes, nachhaltiges und rein pflanzliches Ernährungssystem fördern. Wir fordern Wissenschaftler, Einzelpersonen, Gruppen, Unternehmen und Städte auf, sich diesem Aufruf anzuschließen und damit Druck auf nationale Regierungen auszuüben, damit diese ein internationales Abkommen zur Agrar- und Ernährungswende aushandeln.

 

Das Abkommen

Forderung 1 | Widersprechen: Stoppen wir die weitere Eskalation des Problems
Keine Landnutzungsänderung - einschließlich Rodungen - für die Tierhaltung

    • Kein Neubau von Tierhaltungsbetrieben
    • Kein Neubau von Schlachthöfen
    • Keine Ausweitung oder Intensivierung der bestehenden Betriebe
    • Keine Umstellung pflanzlicher Landwirtschaft auf Tierhaltung
    • Keine Flächenumwandlung für die Futtermittelproduktion
    • Keine Rodung von Wäldern oder die Zerstörung anderer Ökosystemen für Weidehaltung, Tierzucht oder Tierhaltung jeglicher Art
    • Keine neuen Fischzuchtbetriebe oder Erweiterung bestehender Aquakulturbetriebe
    • Schutz der indigenen Völker, ihres Landes, ihrer Rechte und ihres Wissens
    • Verbot aller Ausfuhren lebender Tiere
    • Keine neuen industriellen Fischereifahrzeuge

Forderung 2 | Wandeln: Transformation der Ursachen des Problems
Förderung von pflanzlichen Lebensmitteln und eine aktive Transformation von tierischen zu rein pflanzlichen Lebensmittelsystemen

  • Rufen Sie den Klimanotstand aus - schließen Sie sich den mehr als 1.900 Kommunalverwaltungen in 34 Ländern an, die dies bereits getan haben
  • Die Ernährungssicherheit sollte für alle Nationen Priorität haben, wobei der Schwerpunkt auf der Beseitigung von Armut und Hunger und dem Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln für alle liegen sollte.
  • Anerkennung und Unterstützung der zentralen Rolle, die Kleinbauern bei der Ernährung der Welt spielen; Unterstützung bei der Beibehaltung (oder Wiederherstellung) der Autonomie über ihr Land, Wasser, Saatgut und andere Ressourcen
  • Priorisierung der Umstellung auf pflanzliche Lebensmittel in Klimaaktionsplänen
  • Aktualisierung der staatlichen Lebensmittel- und Ernährungsrichtlinien zur Förderung einer vollwertigen, pflanzlichen Ernährung
  • Gestaltung öffentlicher Informationskampagnen zur Sensibilisierung für die Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung für Klima, Umwelt und Gesundheit
  • Reduktion des Tierproduktekonsums durch Aufklärung in Schulen
  • Umstellung auf pflanzenbasierte Speisepläne in Schulen, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Gefängnissen und anderen staatlichen Einrichtungen
  • Eine ehrliche Kennzeichnung von Lebensmitteln vorschreiben, einschließlich Krebswarnungen auf allen verarbeiteten Fleischsorten, die von der Weltgesundheitsorganisation als krebserregend eingestuft wurden
  • Einführung einer Fleischsteuer (einschließlich Fisch), mit deren Erlös die Wiederherstellung von durch die Tierhaltung zerstörtem Land finanziert wird
  • Subventionierung von Obst und Gemüse, um eine vollwertige, pflanzliche Ernährung erschwinglicher zu machen und Versorgungslücken zu beseitigen, unter denen einkommensschwache Gruppen leiden
  • Umlenkung der staatlichen Subventionen für Tierhaltung, Schlachthöfe und industrielle Fischerei in die umweltfreundliche Produktion pflanzlicher Lebensmittel
  • Beendigung der staatlich subventionierten Werbung für die Fleisch-, Milch- und Eierindustrie
  • Schaffung grüner Anleihen zur Finanzierung der Transformation zu einer pflanzenbasierten Wirtschaft
  • Finanzielle Unterstützung und Schulung von Landwirten, Tierhaltern und Fischern bei der Transformation der Tierindustrie hin zu einem diversifizierten (idealerweise ökologischen und bioveganen) pflanzenbasierten Ernährungssystem

    Forderung 3 | Wiederherstellen: Aktive Heilung des Problems bei gleichzeitiger Stärkung der Widerstandsfähigkeit und Abschwächung des Klimawandels
    Wichtige Ökosysteme wiederherstellen und die Erde wieder aufforsten

    • Aufforstungsprojekte in geeigneten Ökosystemen unter Verwendung einheimischer Baumarten zur Wiederherstellung möglichst ursprünglicher Lebensräume
    • Wiederherstellung der marinen Ökosysteme durch die Ausweisung zusätzlicher fischereifreier Meeresschutzgebiete (sog. Highly Protected Marine Areas - HPMAs).
    • Alle bestehenden Meeresschutzgebiete sollten zu strikten Fischereiverbotszonen erklärt und in HPMAs umgewandelt werden.
    • Aktive Programme zur Wiederaufforstung wichtiger Kohlenstoffsenken in den Ozeanen, wie z.B. Seegraswiesen.
    • Wiederherstellung der wichtigsten degradierten Ökosysteme, die von wesentlicher Bedeutung für die Kohlenstoffbindung sind: Mangroven, Torfmoore, Wälder, bestimmte Arten von Grasland
    • Schwerpunktverlagerung auf naturbasierte Lösungen zur Eindämmung der globalen Erhitzung und Anpassung an den Klimawandel
    • Subventionen für Landwirte und Landbesitzer, die eine nachhaltige Landbewirtschaftung praktizieren und das Land und die damit verbundenen Ökosystemleistungen (wie Kohlenstoffbindung, biologische Vielfalt, Hochwasserschutz, allgemeine Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel) aktiv wiederherstellen
    • Subventionen für Projekte zur Renaturierung und Wiederaufforstung
    • Anreize und Umstellungsprämien für Landwirte, die von der Tierhaltung auf rein pflanzliche biovegane Landwirtschaft umstellen
    • Städte: mehr Bäume und Wildblumen, mehr grüne Gemeinschaftsprojekte, Korridore für wild lebende Tiere, grüne Dächer, lokale Anbauprogramme, Bemühungen um mehr biologische Vielfalt
    • Förderung der Ernährungsgerechtigkeit durch den Zugang zu gesunden Lebensmitteln für alle, insbesondere für einkommensschwache Gruppen
    • Umwidmung von Weideflächen, die durch die Umstellung frei werden: Wiederbewaldung, Aufforstung (falls sinnvoll), Naturschutzgebiete, Wandergebiete, Solidarische Landwirtschaft, Kleingärten (falls sinnvoll), ökologischer Nahrungsmittelanbau (sofern möglich)
    • Überführung eines Teils des Grundbesitzes in kommunale Hände, um das Land für Aufforstung, Grünflächen, Solidarische Landwirtschaft und Kleingärten etc. umwidmen zu können

    Gezeichnet: Die Unterstützer:innen des Plant Based Treaty Abkommens

    Übersetzungen des Plant Based Treaty Abkommens:

    Ist Ihre Sprache hier nicht aufgeführt? Kontaktieren Sie uns, damit wir Ihnen bei der Übersetzung helfen können.

    Privatpersonen

    Organisationen

    Unternehmen

    Städte und Kommunen

    Wir können eine bessere Welt erschaffen. Lass es uns gemeinsam angehen.

    Unterstütze das Plant Based Treaty Abkommen

    Als Privatperson unterstützen


    Als Einzelperson unterstützen

    Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

    Als Organisation unterstützen


    Als Organisation unterstützen

    Es kann bis zu 7 Tage dauern, bis der Name Ihrer Organisation in unserem Unterstützer:innenverzeichnis erscheint.
    Sie können sich jederzeit abmelden

    Als Unternehmen unterstützen


    Als Unternehmen unterstützen

    Es kann bis zu 7 Tage dauern, bis der Name Ihres Unternehmens in unserem Verzeichnis der Unterstützer:innen erscheint.
    Sie können sich jederzeit abmelden

    Als Stadt/Kommune unterstützen


    Als Stadt/Kommune unterstützen

    Sie können sich jederzeit wieder abmelden.

    Eine vegane Ernährung ist wahrscheinlich die beste Möglichkeit, die Auswirkungen auf den Planeten Erde zu reduzieren, nicht nur die Treibhausgase, sondern auch die globale Versauerung, die Eutrophierung, die Landnutzung und den Wasserverbrauch.
    - Joseph Poore, Universität Oxford

    Eine vegane Ernährung ist wahrscheinlich die beste Möglichkeit, die Auswirkungen auf den Planeten Erde zu reduzieren.
    - Joseph Poore, Universität Oxford